Was ist American Streetfight ?
Die Kampftechniken sind kurz und direkt. Abwehr und Angriff erfolgen sehr schnell. Dadurch wird dem Angreifer keine Chance gegeben einen weiteren Angriff zu starten. Tiefe Stellungen gibt es im American Streetfight nicht, da ein Kämpfer in einer klassischen tiefen Stellung bei einer Auseinandersetzung nicht beweglich und leichter zu treffen ist. Die hier erlernte Selbstverteidigung dient der Prophylaxe und zur Stärkung der Psyche. Es wird versucht alle Teile des Körpers miteinander in Harmonie zu bringen und dadurch Körper und Geist gesund zu erhalten. Angriff und Verteidigung, Bewegung und Ruhe, Eleganz und Härte wechseln untereinander ab. Im weiteren Ausbildungsprogramm werden unter anderem Verteidigungs- und Angriffstechniken gegen Waffen wie z.B. Messer und Stock gelehrt. Da es im American Streetfight keine Katas (Bewegungsformen) gibt, lernt der Schüler schon in den ersten Trainingseinheiten Kampftechniken und reift schon in kurzer Zeit zu einem gefährlichen Kämpfer. American Streetfight basiert auf Grundgedanken taoistischer und buddhistischer Philosophie: Das bedeutet zum einen sanft handeln, aber in der Sache hart bleiben (Wasser besiegt den Stein) und zum anderen durch eigene Anstrengung ein inneres Gleichgewicht zu schaffen. Die philosophischen Hintergründe im American Streetfight waren zuerst das Überleben auf der Straße. Heute werden Respekt, Disziplin, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gelehrt.
In unserem Training ist dieser Sport kein Turniersport, sondern vielmehr Breitensport, der auch von vielen Kindern und Frauen ausgeübt werden kann. Ein großer Schwerpunkt der Ausbildung wird bei uns auch auf die Selbstverteidigung gelegt, was für Sportler, deren Interesse nicht beim Wettkampf liegt, besonders wichtig ist. Bei uns werden keine Straßenschläger ausgebildet, vielmehr werden durch das Training viele Aggressionen abgebaut. Die Persönlichkeitsbildung, die ein Sportler im Laufe der Zeit durchläuft zielt also genau auf das Gegenteil: Auseinandersetzungen auf der Straße zu verhindern und als Kampfsportler diesen aus dem Weg zu gehen. Sollte es jedoch einmal nicht zu vermeiden sein, wird er sich im Rahmen seiner erlernten Möglichkeiten, dann aber zu verteidigen wissen. American Streetfight versteht sich als "offener Stil", d.h. es werden ständig Techniken aus anderen Stilen adaptiert, von denen angenommen wird, dass sie den Zwecken des American Streetfight dienlich sind. Dadurch hat es eine sehr große Bandbreite, innerhalb derer der Schüler seinen ganz persönlichen Stil entwickeln kann. Er kann im American Streetfight auf individuell-experimenteller Basis ein auf seine Belange zugeschnittenes American Streetfight entwickeln, dass aus jenen Elementen und Techniken besteht, mit denen er selbst am besten zurecht kommt. Diese offene und individuelle Haltung stellt den größten Unterschied zu anderen Kampfkünsten dar, in denen der Schüler einen fest vorgegebenen Weg an Techniken zu beschreiten hat. Bei der individuellen Entwicklung spielen Bedingungen wie Alter, körperliche Konstitution, Kampfkunst Stile etc. eine große Rolle. Ein American Streetfight - Meister wird einen Schüler zwar führen, ihm aber nie einen bestimmten Stil aufdrängen.
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